ÜBER UHREN

Aufbau einer mechanischen Uhr

Die mechanische Uhr besteht aus einer Antriebsvorrichtung mit dazugehörigem Aufzug (Feder, Gewichtszug), Räderwerk, Hemmung, Schwingsystem und Zeigerwerk. Das Innenleben einer Uhr nennt man auch Uhrwerk.

Uhrwerk

Entscheidend ist, dass einer mechanischen Uhr zunächst potentielle Energie zugefügt wird. Das geht z. B. durch das Anheben eines Gewichts oder bei Armbanduhren durch den Aufzug einer Feder. Es gibt aber auch sogenannte "automatische“ Uhren, bei denen die Zugfeder durch die Armbewegungen automatisch aufgezogen wird.

Damit diese Energie nun nicht ungehemmt wieder freigesetzt wird, gibt es die Uhrenhemmung. Sie besteht aus Unruh, Anker und Hemmungsrad. Die Unruh ist ein hin und her schwingender radförmiger Ring mit einer feinen Spiralfeder. Mit jeder Schwingung der Unruh wird über den Anker ein einziger Zahn des Hemmungsrades freigegeben. Diese Bewegung wird auf das Räderwerk übertragen, das aus einer Vielzahl ineinandergreifender Zahnräder besteht.

Das Räderwerk gibt schließlich die Bewegung an das Zeigerwerk weiter. Durch die verschiedenen Übersetzungen der Zahnräder untereinander, deren Geschwindigkeit proportional zueinander verläuft, wird die unterschiedlich schnelle Bewegung von Sekunden-, Minuten- und Stundenzeiger gewährleistet.

Geschichte der Armbanduhr

Die erste tragbare Uhr wurde bereits um 1500 von Peter Henlein gebaut. Damals trug man die Uhren noch als Taschenuhren an einer Uhrenkette.

Erst um die 20. Jahrhundertwende kam die Armbanduhr in Mode. Zunächst wurde sie vor allem von Frauen getragen. Als im 1. Weltkrieg handlichere Uhren für die Luftfahrt benötigt wurden, ließ sich der brasilianische Flugpionier Alberto Santos-Dumont vom Pariser Uhrmacher Louis Cartier eine Uhr für Flieger bauen ließ, die er am Arm tragen konnte. Damit wurde die Cartier Santos zur ersten Armbanduhr für Männer. Nach dem Krieg setzte sich die Armbanduhr zunächst im Militär und später auch in der zivilen Gesellschaft durch.

Taschenuhr Armbanduhr

Wichtige Begriffe zur Ganggenauigkeit einer Uhr

Gang

Als Gang wird der Unterschied zwischen zwei Zeitanzeigen an zwei verschiedenen Tagen bezeichnet. Ein Gang von 10 Sekunden pro Tag bedeutet also, dass sich die Zeitanzeige an einem Tag um 10 Sekunden von der Zeitanzeige an dem vorausgehenden Tag unterscheidet. Der Gang einer Uhr ist von Faktoren wie Qualität, Tragebedingungen und Standort abhängig.

Gangabweichung

Von Gangabweichung spricht man, wenn sich der Gang an zwei aufeinander folgenden Tagen unterscheidet. Das trifft zu, wenn z. B. eine Uhr an einem Tag 15 Sekunden und am darauffolgenden Tag 20 Sekunden vorgeht. Die Gangabweichung hängt von Faktoren wie z. B. schwankenden Temperaturen, Erschütterungen oder Verschmutzung ab.

Gangreserve

Die Gangreserve, auch Gangdauer genannt, ist die Zeitdauer, die eine Uhr nach Vollaufzug läuft.

Tourbillon

Mechanische Uhren sind, wie jeder andere Gegenstand auch, dem Einfluss der Schwerkraft ausgesetzt. Das kann der Ganggenauigkeit beeinflussen. Daher hat Abraham Louis Breguet um 1800 das Tourbillon erfunden. Dabei handelt es sich um einen technisch sehr komplexen Bestandteil der Uhr, der durch Schwerkraft verursachte Fehler der Ganggenauigkeit ausgleicht. Der Aufbau des Tourbillons ist sehr kompliziert, es wird daher nur in sehr teure Uhren eingebaut.

Chronometer

Chronometer dürfen sich nur die Uhren nennen, die in 15 bis 22 Tage dauernden amtlichen Prüfungen nachweisen konnten, dass sie nicht mehr als -4 bis +6 Sekunden pro Tag falsch gehen. Die Prüfungen umfassen dabei Tests in verschiedenen Lagen und Temperaturen. Chronometer zeichnen sich also durch hohe Präzision und herausragende Ganggenauigkeit aus.

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