UHRENLEXIKON

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IWC

IWC Logo Im Jahre 1868 gründete der aus Boston stammende Ingenieur Florentine Ariosto Jones in Schaffhausen (Rhein, Nordostschweiz) das Unternehmen "International Watch Co.", kurz IWC. Weit weg von den Uhrenzentren der Westschweiz fand er in Schaffhausen die optimalen Bedingungen zum Bau perfekter mechanischer Uhrwerke für den internationalen Markt. Neben einem neu errichteten Wasserwerk traf er in Schaffhausen Uhrmacher, deren Beruf bereits eine lange Tradition hatte, und lernte den Uhrenfabrikant und Industriellen Johann Heinrich Moser kennen. Jones versuchte, die in seinem Unternehmen hergestellten Uhren nach Amerika zu exportieren und scheiterte an den hohen amerikanischen Einfuhrzöllen. Auch der folgende Inhaber, die Schaffhauser Handelsbank, musste aufgeben. Nach nunmehr zweimaligem Konkurs wurde IWC 1880 durch Johannes Rauschenbach, einem Schaffhauser Landmaschinenfabrikanten, übernommen. 1883 holte sich dieser Urs Haenggi ins Boot, der sich als wichtige Stütze erwies, indem er auf Geschäftsreisen umfangreiche Kontakte knüpfte. Weitere Unterstützung erfuhr Rauschenbach durch seine technische Leitung Johann Vogel. Dieser kümmerte sich um den reibungslosen Ablauf der Uhrenproduktion, die nun stetig anstieg. Desweiteren war er es, der ein neues Nummernsystem für die IWC-Kaliber einführte. Das Unternehmen IWC wuchs und beschäftigte im Jahre 1889 104 Mitarbeiter, im Jahre 1901 waren es bereits 190.  Nach dem Tod von Rauschenbachs Sohn im Jahr 1905 wurde die IWC u.a. an Ernst Homberger-Rauschenbach sowie zu 25% an den Psychoanalytiker Carl Gustav Jung und dessen Frau Emma Marie Rauschenbach-Jung vererbt und firmierte unter dem Namen "J. Rauschenbach´s Erben". Ernst Homberger-Rauschenbach übernahm das Unternehmen 1929 komplett und leitete es bis zu seinem Tod 1955 unter dem Namen "Uhrenfabrik von Ernst Homberger Rauschenbach". Bei einem Bombenanschlag am 1. April 1944 entging das IWC-Fabrikgelände nur knapp der völligen Zerstörung. 1978 wurde das durch Goldpreiserhöhung und Dollarsturz angeschlagene Unternehmen durch Hans Ernst Homberger, Sohn von Ernst Homberger- Rauschenbach, an die deutsche VDO Adolf Schilling AG verkauft. Dieser gehörte auch die traditionsreiche Manufaktur Jaeger-LeCoultre. Der damalige IWC-Direktor Günter Blümlein gründete im Jahre 1991 die Mannesmann-Uhrengruppe LMH mit Sitz in Schaffhausen. Diese hält 100% an der IWC, 60% an der traditionsreichen Manufaktur Jaeger-LeCoultre und 90% an der wiederbelebten sächsischen Uhrenfabrik A. Lange & Söhne. Vodafone übernimmt im Jahr 2000 Mannesmann, die LMH-Gruppe wird durch den südafrikanischen Richemont-Konzern (Fam. Rupert) übernommen. Die Eigenständigkeit und Kontiniutät der LMH-Marken als geschlossene Einheit wird nach der Übernahme weiterhin gewährleistet. Schon kurz nach der Firmengründung entstanden Originale der Zeitmessung. Zu ihnen gehören zum Beispiel die Pallweber-Taschenuhr mit digitaler Anzeige (heute ein gesuchtes Sammlerstück). Desweiteren erkannte IWC Ende des 19. Jahrhunderts, dass die Zukunft in Armbanduhren steckte, für die ganze Werke entwickelt wurden. Auf der anderen Seite wurden in den 30er Jahren auch Original-Taschenuhrwerke in die Armbanduhren eingebaut, da eine große Nachfrage nach großen Präzisionsarmbanduhren bestand - es entstand die Portugieserlinie, Trendsetter der Armbanduhr im "Kingsize"-Format bis heute. Von Anfang an entwickelte IWC Uhren für die Fliegerei und verfügt heute über ein umfangreiches Programm professioneller Fliegeruhren, welche mit einem besonderen Magnetfeldschutz ausgerüstet sind. In den fünfziger Jahren wetteiferte das Unternehmen mit anderen Firmen um die ersten Automatikwerke und war einer der Spitzenreiter. Desweiteren entwickelte es den sogenannten Pellatonaufzug, ein spezielles Aufzugsystem, welches heute wieder exklusiv in ihren großen Automatik-Manufakturwerken arbeitet.  Ende der siebziger Jahre setzte IWC im Gegensatz zu den meisten Schweizer Uhrenunternehmen auf die Enwicklung und Fertigung technisch anspruchsvoller mechanischer Männeruhren. Günter Blümlein stellte dazu die Weichen und es entstand die etwas ironisch gemeinte Werbebotschaft : "IWC - seit 1868. Und solange es noch Männer gibt.", denn schon zu diesen Zeiten ist die Männeruhr schon längst ein Frauenthema geworden. Ein Klassiker der IWC-Uhrenkunst war das Modell Ingenieur, welches 1955 erstmals erschien und 1975 von dem berühmten Uhrendesigner Gérald Genta neu gestaltet wieder aufgelegt wurde. Weitere bekannte Modelle sind die Mark XI, die 1948 vorgestellte Große Fliegeruhr, die 25 Jahre lang als Dienstuhr der britischen Luftwaffe in Gebrauch war, und deren Nachfolger Mark XII, Mark XV, Mark XVI. Desweiteren gehören der Flieger-Chronograph und die von Ferdinand  Alexander Porsche gestaltete Reihe Porsche Design by IWC dazu, die Titanuhren wie die Ocean 2000 und die bekannte 1978 erschienene Kompassuhr. 1985 bring IWC die Da Vinci auf den Markt, ein hochkomplizierter und patentierter Chronograph mit ewigem Kalender und Mondphasenanzeige. 1993 erscheint zum 125-jährigen Firmenjubiläum die Destriero Scafusia (auf deutsch: Schaffhausener Schlachtroß). Diese Uhr vereint 22 hochkomplexe Funktionen und ist auf 125 Stück limitiert, die schnell ausverkauft waren. Weitere nennenswerte Uhrenmodelle sind die Grande Complication (die erste für´s Handgelenk), die GST Deep One (erste Taucheruhr mit mechanischem Tiefenmesser), die Portugieser Perpetual Calendar, der Spifire Chronograph, die Spitfire UTC, die Spitfire Mark XV, die GST Chrono-Rattrapante und die Portofino. Das Unternehmen nimmt nich nur in der Geschichte eine Sonderstellung ein, sondern auch in der Geographie. Als einzigste Uhrenmanufaktur der Ostschweiz ist es für das Unternehmen von enormer Bedeutung, selbst für qualifizierten Nachwuchs in der Herstellung mechanischer Uhren zu sorgen. Das 1968 gegründete Ausbildungszentrum mit 15 Lehrstellen und zwei Weiterbildungsplätzen bildet Lehrlinge aus, die ihre Ausbildung seit 1950 mit dem eidgenössischen Abschlussdiplom eines Horloger complet abgeschließen. 2001 trat ein neues Ausbildungsreglement in Kraft, welches den angehenden UhrmacherInnen flexiblere Möglichkeiten bietet. Seit der Firmengründung kommen von IWC immer wieder neue Impulse für die mechanische Uhr. Handwerkliche Perfektion, die Ausbildung qualifizierter Fachleute, der Verzicht auf die Herstellung von Massenprodukten - all das entspricht dem alten IWC-Grundsatz, Uhren für wenige zu machen, dafür aber von höchster Qualität. Bei sorgfältiger Pflege überdauern IWC-Uhren Jahrzehnte und sind heute Sammlerraritäten , die auf der ganzen Welt Liebhaberpreise erzielen.
Heute fertigt IWC mit ca. 500 Mitarbeitern rund 70.000 Uhren pro Jahr und legt damit mehr Wert auf klassischen und hochwertigen Uhrenbau als auf hohe Stückzahlen. Hier finden Sie unsere Uhrenangebote von IWC.


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